18. Februar 2021  00:00

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Mit Bus und Bahn zur Hochschule

Klassisch mit Bus und Bahn zur WestfÀlischen Hochschule (WH) fahren. Ist das die einfachste und schnellste Methode, um vom Hauptbahnhof Gelsenkirchen zur WHS zu gelangen? Julia hat sich auf dieses kleine Abenteuer begeben.

Von Julia Warns

Ich stehe im Parkhaus Bahnhof SĂŒd. FĂŒr einen Wintertag ist es recht warm. Ich konnte meine dicke Jacke Zuhause im Schrank hĂ€ngen lassen. Ich komme nicht aus Gelsenkirchen und fahre jeden Tag mit dem Auto zur Hochschule. Wie komme ich jetzt zu meinem Gleis? Ich laufe an mehreren Taxen vorbei, die darauf warten, FahrgĂ€ste von A nach B zu bringen. Am Gehweg-Rand liegt eine tote Taube. Mir kommen einige Menschen entgegen. Darunter auch eine junge Frau, die einen sympathischen Eindruck macht. Ich frage sie, wie ich zu meiner Straßenbahn gelange. Sie erklĂ€rt mir freundlich, dass ich den ganzen Bahnhof durchlaufen muss, um dort eine Treppe runterzugehen und mein Gleis zu finden.

Welche Straßenbahn nehme ich jetzt?

Der Bahnsteig wirkt dĂŒster. Bis jetzt bin ich noch die einzige am Gleis. Doch das bleibt nicht lange so. Vereinzelnd kommen Menschen die Treppe runter und warten mit mir auf die nĂ€chste Fahrt. Es ist 14:35 Uhr. In drei Minuten kommt mein Zug, den ich mir im DB-Navigator herausgesucht habe. Als die 301 angefahren kommt, ist sie komplett leer. Ich bin ein bisschen erleichtert, dass ich nicht Schulter an Schulter mit meinen Mitmenschen in der Bahn stehen muss. Ich steige ein und setze mich direkt in einen unbesetzten Vierer. Zu meiner Überraschung ist er sehr sauber. Wir fahren los. Mein kleines Abenteuer beginnt.

Die Fahrt ist sehr angenehm. In meinem Abteil Richtung Uni sitzen natĂŒrlich nicht nur junge Menschen. Mir gegenĂŒber sitzt ein Ă€lterer Mann, der seine dunkelblaue Maske unbeirrt unter seiner Nase trĂ€gt. Da hilft das Gemecker der anderen Passagiere auch nicht. Die 20 Minuten in der Bahn ziehen sich etwas. Wir halten an 18 Zwischenstopps, bis wir meine Endstation Buer Rathaus/Kunstmuseum erreichen. Dort steige ich aus und schaue mich um. Ich muss mich erstmal zurechtfinden.

Wo steige ich denn jetzt in den nÀchsten Bus?

Als ich mich umschaue, entdecke ich den Busbahnhof. Ich laufe dort hin und sehe die 399 schon losfahren. Mein Bus, der erst in vier Minuten losfahren sollte. Ich fange an zu rennen, um noch eine kleine Chance zu haben, den Bus zu bekommen. Der Fahrer sieht mich rennen, hĂ€lt zum GlĂŒck nochmal an und lĂ€sst mich einsteigen. Der nĂ€chste Bus wĂ€re erst in 20 Minuten gekommen. Ich bedanke mich, setze mich und bin froh, dass der Fahrer angehalten hat. Sonst wĂ€re ich mindestens 1,5 Stunden unterwegs.

WÀhrend der Fahrt fÀllt mir auf, dass Buer ganz schöne Ecken hat. Ich kenne nur die Hochschule, daher bin ich erstaunt, dass man wÀhrend dieser Fahrt so viel von Buer sehen kann.

Mein kleiner Trip mit dem Bus dauert nur sechs Minuten. Ich steige an der Haltestelle aus und bin an der WestfÀlischen Hochschule am Campus Gelsenkirchen. Ein Blick auf die Uhr verrÀt mir, dass es 15: 13 Uhr ist. Mein kleines Abenteuer dauerte also genau 35 Minuten und damit bin ich die zweitschnellste aus unserer Gruppe.

Insgesamt war meine Fahrt mit Bus und Bahn sehr angenehm und zeitlich gesehen auch sehr gut. Man spart sich den Stress mit dem Verkehr und kann die Zeit nutzen, noch ein paar Aufgaben fĂŒr die Uni zu machen.



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Im Seminar "Ressort Lokales" an der WestfÀlischen Hochschule Gelsenkirchen haben Studierende in Kooperation mit der WAZ Gelsenkirchen Artikel zu verschiedenen, selbstgewÀhlten Themen geschrieben. Diese werden hier und auch in der WAZ Gelsenkirchen veröffentlicht.

Julia Warns sucht sich ihren Bus am Plan raus.

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