16. Februar 2021  00:00

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Der t├Ągliche Weg f├╝r viele Studierende

Jeden Tag pendeln zahlreiche Studierende vom Hauptbahnhof Gelsenkirchen zur Westf├Ąlischen Hochschule. Viele fahren dabei mit dem Auto, um Zeit zu sparen. Legt man den Weg so tats├Ąchlich am schnellsten zur├╝ck? Jasmin Wardezki, eine Studentin der WH, macht den Test.

Von Jasmin Wardezki

Es ist 14.43 Uhr als ich den Motor meines Autos starte und es aus dem viel zu engen Parkhaus man├Âvriere. Ich entwerfe das Parkticket, 1.50ÔéČ f├╝r 40 Minuten, sehr happig. Das Parkhaus des Hauptbahnhofes Gelsenkirchen scheint auf Google Maps nicht richtig vermerkt zu sein, denn mein Navi steht still und sagt mir nicht in welche Richtung ich starten soll. In letzter Sekunde f├Ąngt es sich dann doch und ich wechsle ruckartig die Spur.

Chaos der Innenstadt

Wie immer ist es in der Stadt Gelsenkirchen voll. Neben einigen Bussen Reihe ich mich ein und das Warten an den roten Ampeln beginnt. Das Ampelsystem ist an der ersten Kreuzung Hiberniastra├če/Ringstra├če ist so geschaltet, dass der Gegen├╝berliegende Verkehr zeitgleich anf├Ąhrt. Ich muss also erstmal die Vorfahrt achten und mitten auf der gro├čen Kreuzung stehen bleiben.

Genau 2 weitere Autos haben es nach mir geschafft ├╝ber die Ampel zu fahren, bevor sie wieder auf Rot geschaltet ist. In der vollen ├ťberzeugung, dass es jetzt nur schneller gehen kann fahre ich weiter ├╝ber die Ringstra├če. Kaum biege ich um die n├Ąchste Kurve bemerke ich, dass ich auf dem ├Ąu├čersten linken Fahrstreifen gelandet bin, obwohl ich rechts abbiegen muss. Bevor ich wieder in das Chaos des Zentrums einfahren entscheide ich mich langsamer zu werden und im letzten Augenblick vier Spuren zu ├╝berfahren um die Kurve doch noch zu bekommen.

Wenige Augenblicke sp├Ąter kann sich mein Herzschlag dann endlich beruhigen, ich verlasse das Hauptzentrum und befinde mich auf der Kurt-Schumacher-Stra├če Richtung Buer. W├Ąhrend ich zum ersten Mal in den vierten Gang schalte und auf 70km/h beschleunige beobachte ich die Bahngleise neben mir und werde neidisch. Einfach in einer Bahn zu sitzen stelle ich mir deutlich angenehmer vor.

Lange tr├Ąumen kann ich nicht, denn ich kenne die Strecke vom HBF zur westf├Ąlischen Hochschule bereits und wei├č: vier Blitzer muss ich queren. Nat├╝rlich stehen diese nicht einfach am Stra├čenrand, sondern sind genau dort aufgestellt, wo die Stra├če stark bergab verl├Ąuft. Einen der Vier sehe ich direkt vor einer Ampel, falls man die Gelbphase doch mal nutzen m├Âchte und beschleunigt ist man hier direkt dran.

Zielgerade

Nachdem ich eine Zeitlang nur geradeaus fahren, und fast als w├Ąre es so gewollt, an jeder Ampel anhalten muss, erreiche ich Buer. Schon wieder bin ich umzingelt von Bussen. Solange die Stra├če zweispurig bleibt ist die Situation allerdings zu meistern. Als ich am Nordring links abbiege wei├č ich, dass es nicht mehr weit ist und ich mein Ziel bald erreichen werde.

"Achtung vor der WHS wurde ein neuer Blitzer installiert" erinnere ich mich an die Worte eines Kommilitonen, ich fahre besonders aufmerksam. Als ich aus dem letzten Kreisverkehr vor der Hochschule auf die Neidenburger Stra├če rausfahre sehe ich, dass mir ein Bulli entgegenkommt. Auf der schmalen Stra├če neben dem Hochschulparkplatz habe ich M├╝he dem gr├Â├čeren Fahrzeug auszuweichen. Als ich kurz darauf einparken und den Motor abstelle schaue ich auf die Uhr. 15.14Uhr, 31 Minuten, ob ich mit dieser Zeit die schnellste war?



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Im Seminar "Ressort Lokales" an der Westf├Ąlischen Hochschule Gelsenkirchen haben Studierende in Kooperation mit der WAZ Gelsenkirchen Artikel zu verschiedenen, selbstgew├Ąhlten Themen geschrieben. Diese werden hier und auch in der WAZ Gelsenkirchen ver├Âffentlicht

Diese vier Studierenden sind das Rennen angetreten.

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