21. Dezember 2019  00:00

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Studium und Politik

Studentische Gremienwahlen

Gelsenkirchen — Immer wieder werden Bürger dazu aufgefordert, die Regierungsvertreter zu wählen. Das passiert sowohl auf kommunaler, als auch auf Länder- oder Bundesebene. Aber auch im kleinen Format werden Wahlen durchgeführt, zum Beispiel an der Westfälischen Hochschule. Bei dieser Wahl werden Studierende gewählt, die Interessen ihrer Kommilitonen vertreten.

Von Anna Zeiler

Um sich für eine Wahl aufstellen zu lassen, muss derjenige seine Kandidatur einreichen. Nicht anders läuft es auch an der Westfälischen Hochschule. Auch bei uns müssen sich Kandidaten bewerben, wenn sie Referent der Fachschaftsvertretung oder des Studierendenparlamentes werden wollen. Ein entscheidender Unterschied zwischen einer Kommunalwahl und der Fachschaftsvertretung besteht darin, dass die Wahl an der W-HS eine Direktwahl ist. Das bedeutet, dass auf dem Stimmzettel nur ein Kreuz gemacht werden darf. Dieses Kreuz erhöht die Chance in die Fachschaft oder Studierendenparlament zu kommen.

Was ist denn eine Fachschaft? Eine Fachschaft sind alle Studierenden, die ein bestimmtes Fach studieren. Jede Fachschaftsvertretung hat mehrere Vertreter, die demokratisch gewählt werden. Bei der Wahl Anfang Dezember wählten die Studierenden also ein Mitglied für die Fachschaftsvertretung.

An den Wahltagen sprechen die Wahlhelfer jeden Studierenden an: „Hast du vielleicht Lust, an der Wahl der Studierendenvertreter teilzunehmen?“ Erklärt sich der Angesprochene bereit, an der Wahl teilzunehmen, muss er erst einmal den Studierendenausweis vorzeigen. Die Wahlhelfer streichen dann im Wählerverzeichnis den Namen des Studierenden durch. So wird vermieden, dass jemand zweimal wählen geht. Natürlich fragen die Wahlhelfer, von welchem Bereich der Studierende ist. Entsprechend der Antwort erhält der Wähler zwei Wahlzettel. Auf einem Wahlzettel stehen Kandidaten für die Fachschaftsvertretung, auf dem anderen für das Studierendenparlament. Dann geht er in eine Wahlkabine und gibt seine Stimme ab, indem er einen Kreuz hinter einem Namen setzt.

Die Wahl an der Westfälischen Hochschule läuft ähnlich ab wie eine Kommunalwahl. Da es weniger Menschen an der Hochschule gibt als zum Beispiel im Stadtbezirk Gelsenkirchen Buer, werden Studierende nicht per Brief über eine anstehende Wahl informiert, sondern über die eine E-Mail, den vorhandenen Fachschaften, einem Aushang in der Hochschule und auf den Social Media Kanälen der Fachschaftsvertretungen, des Studierendenparlaments und des Allgemeinen Studierendenausschusses. Auf der Fachschaftshomepage am Standort in Bocholt stellen sich außerdem die Kandidaten vor, die an der Wahl teilnehmen. Statt eines Personalausweises zeigen Studierende ihren Studierendenausweis vor. Ansonsten unterscheidet sich eine Wahl an der Hochschule nicht von einer Wahl in einer Stadt oder in einem Bundesland.

Nachdem möglichst alle ihren Wunschkandidaten gewählt haben, zählen die Wahlhelfer die Stimmen am letzten Wahltag aus und stellen fest, wer von den Bewerbern Mitglied der Fachschaftsvertretung bzw. des Studierendenparlaments geworden ist. Genau wie es in einem Landtag eine vorgeschriebene Anzahl an Plätzen für jede Partei gibt, gibt es im Studierendenparlament und in der Fachschaftsvertretung eine bestimmte Anzahl an Mitgliedern. Im Studierendenparlament sind insgesamt 19 Mitglieder und in der Fachschaftsvertretung 15.

„Im Wintersemester 2017/2018 haben 1.075 Studierende als Wähler an der Wahl teilgenommen. Die Wahlbeteiligung lag bei 12,31%“, berichtet das AStA-Mitglied und aktuelle Wahlleitung für Gelsenkirchen Alexandra Bünck. “Es ist wichtig, dass Studierende wählen gehen. Dann können sie den Kandidaten wählen, bei dem sie überzeugt sind, er wird ihre Interessen nach bestem Wissen und Gewissen vertreten“, sagt der Präsident des Studierendenparlaments Michael Frieg.



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InfoBox

Das Wahlergebnis der studentischen Gremienwahlen an der Westfälischen Hochschule können Sie hier einsehen: https://stupa-wh.de/

Einwurf eines Stimmzettels bei den studentischen Gremienwahlen in Gelsenkirchen (Foto: Michael Pfleging)

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