22. Dezember 2016  00:00

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Curry Heinz

Eine Wurst wird weltbekannt

Wenn es um die beste Currywurst geht, liegen die Meinungen weit auseinander. „Curry Heinz“ in Sutum kann sich mit einer Auszeichnung als „beste Currywurst Deutschlands“ schmücken. Hinter dem Imbiss steckt sogar noch mehr als nur eine gewöhnliche Pommesbude.

Von Maximilian Werner

Nur einen Steinwurf entfernt von Gelsenkirchens berühmtesten Bauwerk, befindet sich die wohl bekannteste Imbissbude der Stadt. „Curry Heinz“ liegt an einer ruhigen Straße in der grünen Mitte Gelsenkirchens direkt neben der Veltins Arena. In der Stadtidylle ist die Pommesbude nicht zu übersehen. Über dem Eingang streckt sich ein großes „Curry Heinz“-Graffiti die Fassade entlang. Das T-Shirt von Inhaber Carsten Heinz Richter ziert ein gesticktes Gelsenkirchen-Wappen und auch den Innenbereich hat er stilecht nach Ruhrpott-Art eingerichtet. Schlägel und Eisen, ein Glück auf-Schild und Schalke 04-Bilder dürfen nicht fehlen. Zusammen mit seiner Frau Nicole, führt der 38-Jährige den Schnellimbiss.

:: „Plötzlich kamen die Leute mit Reisebussen angefahren“ ::

Im Jahr 2008 beschloss Richter seinen Job als Kaufmann aufzugeben. „Ich wollte schon immer eine eigene Pommesbude aufmachen. Vor allem als ich gemerkt habe, dass es kaum noch traditionelle Imbissbuden gibt“, sagt er. In den ersten zwei Jahren lebte der Laden von Kunden aus der Nachbarschaft. Im Jahr 2010 fing das Geschäft jedoch an zu boomen. Im Rahmen eines Wettbewerbs der Online-Bewertungsplattform „Golocal“, vergab TV-Tester Jumbo Schreiner den Preis für die beste Currywurst Deutschlands an „Curry Heinz“. „Nachdem wir die Auszeichnung erhalten haben und auch im TV zu sehen waren, kamen die Leute hier sogar mit Reisebussen an“, erzählt er. „Plötzlich klingelte das Telefon. Jemand sagte mir, dass 60 Leute in einem Bus aus Köln unterwegs seien, nur um bei uns zu essen. Das war irre.“ Seitdem ginge es stetig nach oben, sagt der Wurstgastronom zufrieden.

:: BerĂĽhmte Stammkunden ::

Dank der Nähe zum S04-Vereinsgelände, kommen viele berühmte Gäste regelmäßig zum Essen. Seien es nun Schalke-Spieler, der Vorstand oder der Stadionsprecher. „Die kommen hier mindestens einmal in der Woche vorbei“, berichtet der selbsternannte „Curry Heinz“. „Es ist natürlich auch unglaublich gute Werbung, wenn ein Spieler meine Pommesbude auf Facebook erwähnt. Das sehen ja tausende Menschen. Besser geht es fast schon nicht.“. Die grauen Wände im Innenbereich des Lokals sind vollgeschrieben von Besuchern aus der ganzen Welt. Gäste aus Österreich, Ecuador oder sogar China haben sich dort mit netten Grüßen verewigt.

:: Neue Geschäftsideen ::

Mit dem Erfolg kamen neue Geschäftsideen. So fährt Carsten Richter mit seiner mobilen Currywurst-Küche zu Hochzeiten oder Geburtstagen. Durch Anfragen seiner Kunden, können die hungrigen Gäste mittlerweile aus zehn verschiedenen Soßen, wie zum Beispiel Curry-Erdnuss-Soße oder Lemongrass-Soße, auswählen.

:: Wurst aus der Konserve ::

Zusätzlich verschickt der 38-Jährige seine selbstgemachte Currywurst als Konserve in die ganze Welt. „Letztes Jahr haben wir eine Bestellung aus Los Angeles erhalten", sagt er. „Als die Dame dann vor einigen Monaten Deutschland besucht hat, wollte sie unbedingt da essen gehen, wo sie bestellt hat." Sein Traum ist, irgendwann einen eigenen Imbiss in Kalifornien zu eröffnen. „Wenn mich jemand fragen würde, ob ich nach L.A. ziehen möchte, würde ich sofort zusagen. Frau und Kind einpacken, und immer in der Sonne sein“, erzählt er lachend. „Das wäre eine super Sache.“



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"Curry Heinz" befindet sich auf der Theodor-Otte-StraĂźe 81b in Gelsenkirchen-Sutum.

Hier geht’s zur offiziellen Homepage

"Hömma! Wat is dat schön hia!" Schon die Außenfassade versprüht den typischen Charme des Ruhrgebiets.

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