19. Dezember 2016  00:00

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Steuerhinterziehung

Moneyboy

Cristiano Ronaldo hat bisher jedem geholfen - jetzt eben seinem Geld mit einem Karibik-Urlaub.

Von Jascha Winking

Dieser Mann ist perfekt – keine Wohltat zu anstrengend: Millionen Euro für Erdbebenopfer gespendet. Vor zwei Jahren mit seinem „Sííííííí“-Schrei bei einer Preisverleihung die Dokumentation eines norwegischen Filmemachers über Elche vertont. Und dann ist da ja noch das Unaussprechliche, für das Cristiano „der Gutmensch“ Ronaldo gelobt, gefeiert, angehimmelt, gar vergöttert wird. Etwas, das sich bisher weder die UN noch das Internationale Rote Kreuz getraut haben. Ronaldo hat – ohne Mundschutz, ohne Bodyguards, allein (!) und ohne jede Hilfe – einen Tag mit Pepe verbracht.

Gefeiert wird Ronaldo vor allem wegen seiner betörenden Bilder als Unterwäschemodel. Was die wenigsten wissen: Hinter den Kameras der Fashion-Fotografen raunt man sich zu, der Portugiese spiele hobbymäßig Fußball. Eine derartige Anschuldigung ist immer mit Vorsicht zu genießen; nach Redaktionsschluss war dieses Gerücht noch nicht verifiziert.

Jedenfalls – um zurück zu den Cristiano’schen Wohltaten zu kommen – hat dieser portugiesische Beau nach seinen karitativen Heldentaten für die Menschheit ein neues Ziel für sein Gutmenschentum: Sein Geld. Allerdings nicht in narzisstischer Art und Weise, wie in der Modelbranche üblich – es geht hier nicht darum, mit Kontoständen zu prahlen. Läppische 227 Millionen Euro Jahresgehalt lassen ein derartig bonziges Gehabe auch gar nicht zu. Vielmehr denkt Cristiano in beglückender, beinahe rührender (Anm. d. Red.: in diesem Moment überschwemmte eine dicke Träne des Autors die Tastatur, sodass diese sachliche Auseinandersetzung mit dem besten Menschen der Welt für knapp eine Stunde unterbrochen werden musste). Jedenfalls kümmert sich Ronaldo in aufopfernder Art und Weise um das Wohlbefinden der mit Dackelblick dreinschauenden Moneten und gönnt seiner Kohle einige Entspannungs-Tage in der Karibik. Das Leben in Madrid hat die Scheinchen ganz fahl werden lassen, Seeluft haben die wenigsten von ihnen bisher geschnuppert. Cocktails und schicke Karibik-Nymphen gibt es im neuen Leben für sie natürlich inklusive.

Ein Mann, der aller Welt geholfen hat, jetzt niemanden mehr findet, dem er seine Zuwendung schenken könnte, und deswegen nun den Geldscheinen in der Welt weiterhilft? Einzigartig. Wie die Bahamas, von denen gemunkelt wird, Ronaldo habe seine Scheine dort geparkt. Das Geolino-Themenlexikon – übrigens die einzig wirklich vertrauenswürdige wissenschaftliche Quelle zu diesem Thema – verrät: Die Bahamas sind der einzige Ort der Welt mit Wasser-Schweinen im Meer. Die phonetische Ähnlichkeit zwischen „Schein“ und „Schwein“ ist mit Sicherheit nur Zufall.



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