14. Dezember 2016  00:00

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Verkaufsstand in Buer

Keine Hektik auf dem Weihnachtsmarkt

Seit 15 Jahren steht Gudrun Moselewski einmal im Jahr auf dem Buerer Weihnachtsmarkt und verkauft selbst gestaltete Karten, Bilder oder Kalender. Von der vorweihnachtlichen Hektik einiger Passanten lässt sie sich nicht anstecken.

Von Lara Böckmann

Selbst gebastelte Postkarten, gerahmte Fotos in verschiedenen Größen, Kalender für das Jahr 2017 – all das findet man in dem kleinen Stand von Gudrun Moselewski am Anfang der Buerer Innenstadt, gegenüber der Falkenapotheke. Die Motive sind weihnachtlich oder auch Landschafts- und Detailaufnahmen aus dem Ruhrgebiet. „Ich lasse mich inspirieren von allem, was ich so sehe“, erklärt die 62-Jährige aus Buer. „Ich versuche immer mit offenen Augen durch meine Heimat zu gehen, so wie man das sonst nur im Urlaub tut.“

Eine Passantin blickt interessiert durch die große Auswahl an Grußkarten. Das gewünschte Motiv ist leider nicht dabei – ein Bild vom Gasometer in Oberhausen. Trotzdem plaudern Gudrun und ihre Kundin noch ein wenig und verabschieden sich schließlich mit einem „Fröhliche Weihnachten!“ Gudrun unterhält sich immer gerne mit ihren Kunden, von Hektik und Stress in der Vorweihnachtszeit will sie lieber nichts wissen. „Man muss sich auch mal auf den eigentlichen Sinn von Weihnachten zurück besinnen“, findet sie. „Je älter man wird, desto mehr wird einem das bewusst.“

:: Geschenke sollen nachhaltig sein ::

Heiligabend verbringt Gudrun jedes Jahr abwechselnd bei ihrer Tochter und bei ihrem Sohn, die auch beide in Buer wohnen. Dieses Jahr ist die Tochter an der Reihe. „Was es zu essen gibt bleibt für mich eine Überraschung“, sagt Gudrun. Als sie für die Familie kochte, gab es am Heiligabend traditionell immer gefüllte Pute. Diese Jahr muss Gudrun sich nur um den Nachtisch kümmern. Geschenke für ihre Enkelkinder hat sie schon besorgt. Nachhaltig sollen sie auf jeden Fall sein. „Das Playmobil von früher landete immer schnell in irgendeiner Ecke und wurde vergessen“, erklärt sie. „Von einer schönen Kuscheldecke oder Kleidung haben die Kinder einfach mehr.“

Was sie ihren eigenen Kindern schenkt, weiß Gudrun allerdings noch nicht genau. „Was schenkt man jemandem, der in der glücklichen Lage ist, dass er schon alles hat?“, überlegt sie. Ein wenig Zeit bleibt ihr ja noch, sich darüber Gedanken zu machen. Den Stand auf dem Weihnachtsmarkt hat sie noch bis zum kommenden Samstag. „Dann habe ich die letzten Tage vor Weihnachten ganz entspannt Zeit, mich um alles zu kümmern.“



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