08. Dezember 2016  00:00

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Stille Nacht

"Das Wichtigste ist meine Frau"

Kartoffelsalat, WĂĽrstchen, echte Kerzen am Baum. DafĂĽr weder Geschenke noch Musik. Clemens Gildehaus geht mit etwas mehr Ruhe in die Weihnachtszeit.

Von Anna Laura Schnieber

„Was Weihnachten angeht, sind wir pflegeleicht“, sagt Clemens Gildehaus (70). Er und seine Frau brauchen keinen Kaviar oder Lachs. Die beiden feiern zu zweit und ganz in Ruhe. Zu essen gibt es mal Kartoffelsalat mit Würstchen, mal Fondue oder Raclette. „Worauf wir Hunger haben eben“, stellt er nüchtern fest.

An den Weihnachtsfeiertagen kommt die Familie ins Spiel: dann besucht das Paar ihre Kinder und Enkelkinder, die auch als einzige Geschenke bekommen. „Man hat ja irgendwie schon alles“, erklärt der gebürtige Westerholter. Deshalb würden er und seine Frau nicht mehr krankhaft nach Geschenken suchen, die dann doch in der Schublade landen. „Wir investieren lieber in unsere Enkelkinder“, erzählt Gildehaus. Die eine bekommt dieses Jahr ein Bett, die andere habe sich eine Kette und ein T-Shirt von „Levi’s“ gewünscht. „Da wissen wir aber gar nicht, wo wir sowas kaufen können“, berichtet er lachend.

:: Engel an allen Ecken ::

Heiligabend hingegen verbringen Gildehaus und seine Frau in ihrer Wohnung in Buer. Mit Tannenbaum, aber ohne Musik: „Die geht mir einfach auf den Sack“, sagt er genervt. „Ich wohne hier um die Ecke und bis tief in die Nacht hört man „Stille Nacht, heilige Nacht“. Den ganzen Tag.“ Da sei es dann irgendwann genug.

Was den Weihnachtsbaum angeht, sind die beiden Verfechter von echten Kerzen. „Da bin ich aber nicht für zuständig, sondern meine Frau“, erzählt Gildehaus schmunzelnd. In der Wohnung würden dann an allen Haken und Schrauben Engel und Weihnachtsmänner hängen. Auch wenn sie es ruhig angehen lassen: Clemens Gildehaus und seine Frau freuen sich sehr auf Weihnachten. Was das Wichtigste ist? „Meine Frau“, kommt es wie aus der Pistole geschossen.



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FĂĽr Weihnachtsmusik hat Clemens Gildehaus nicht viel ĂĽbrig. Foto: Schnieber

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