23. Mai 2015  10:04

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Falschparker in der Altstadt

Aller guten Dinge sind drei

Eine leicht verletzte Politesse, ein Mitarbeiter des örtlichen Abschleppdienstes auf der Kühlerhaube und eine missglückte Flucht nach hinten. Das war die Bilanz eines 29-jährigen Gelsenkirchener am gestrigen Mittag gegen 12Uhr.

Von Celina Winter

Auf der Augustastraße in der Gelsenkirchener Altstadt warteten bereits zwei Politessen und ein Fahrer des örtlichen Abschleppdienstes auf den jungen Herrn. Völlig überrascht von dem Empfangskomitee verschlug es ihm die Sprache. Denn als die Politessen nach seinen Personalien fragten, stieg er ohne einen Ton in sein Auto. Ob er wohl die zuvor vergessene Parkscheibe stellen wollte? Fehlanzeige, er wollte nur schnellstmöglich seine Vorsätze in die Tat umsetzen.

:: Vorsatz 1 – ohne Abschleppdienst kein Abschleppen ::

Der gute Herr startete also den Motor und trat die Flucht nach vorne an. Dabei erfasste er den 59-jährigen Mitarbeiter des Abschleppdienstes. Mitgerissen vom Auto klammerte dieser sich an die Scheibenwischer. Wie durch einen Geistesblitz fiel dem jungen Herrn wieder die Funktion der Bremse ein. Nach einem festen Tritt auf die Bremse rutschte der 59-Jährige von der Motorhaube.

:: Vorsatz 2 – ohne Politesse keine Strafe ::

Schützend stellte sich eine der Politessen vor den Mitarbeiter des Abschleppdienstes. Das löste wohl eine kurzzeitige Amnesie auf Seiten des Fahrers aus und die Funktion der Bremse war vergessen. Mit einem festen Druck auf das Gaspedal war auch die Politesse außer Gefecht gesetzt.

:: Vorsatz 3 – der Rückzug ::

Nachdem die Flucht nach vorne schon nicht geklappt hatte, hieß es: Rückzug. Der 29-Jährige legte den Rückwärtsgang ein und trat die Flucht nach hinten an.

Alle guten Dinge sind drei? Das dachte sich nun auch die leicht lädierte Gegenseite und die Polizei. Der 59-Jährige berappelte sich wieder. Nach einem spontanen Sprint in Richtung des Autos zog er kurzerhand den Zündschlüssel. Mittlerweile war auch unser Freund und Helfer an Ort und Stelle und zog das Geld für die entstanden Kosten ein. Zu guter Letzt durfte der 29-Jährige noch seinen Führerschein abgeben.

Vorsätze sollten eben gut überlegt sein.



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