30. April 2015  00:00

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Bahnstreik in Deutschland

Die „Nie gelungen Sage“

Der Streit zwischen der GDL und der Deutschen Bahn nimmt mittlerweile martialische Züge an. Manch einen erinnert dieser Streit vielleicht, an den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse. Wie aus alten Heldensagen, in denen der Held so lange mit allen Mitteln kämpfte, bis er seinen boshaften Gegner bezwang.

Von Oliver Tobias Hagel

Es war einmal, vor kurzer Zeit,
in einem Königreich von hier nicht weit,
genannt die Deutsche Bahn,
ein mächtiger, böser Rüdiger Grube genannter Königsmann.

Mit harter Hand knechteten er und sein fieser Herzog Ulrich Weber,
seine untergebenen Lokführer und diese trauten sich nicht zu rebellieren,
denn immerhin waren diese Männer ihre Geldgeber.
Doch war ihnen klar, so konnten sie nur verlieren.

Ein tapferer Ritter genannt Claus Weselsky bekam von ihrem Leiden Wind
und ritt daraufhin auf seinem Pferd „Geh‘deäll“ in das Reich der Deutschen Bahn geschwind.

Dort angekommen versprach er den Leuten,
für sie einen besseren Tarif zu erbeuten.
Mit großem Mut und für ihn unproblematisch,
zwang er seine Gegner an den Verhandlungstisch.

Aber Ritter Weselskys Taktik mit Streik Öl ins Feuer zu gießen,
ging nicht auf.
Woraufhin König und Fürst den Verhandlungstisch verließen.
Und die Streiks im Reich nahmen weiter ihren Lauf.

Bis heute konnten sie noch keine Einigung erzielen,
weil beide Seiten lieber auf Zeit spielen.
So bleibt mir nur noch zu sagen liebe Leute
und wenn sie nicht gestorben sind, dann streiken sie noch heute
und morgen
und übermorgen
und überübermorgen…



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Die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) und die Deutsche Bahn befinden sich mittlerweile in der siebten Verhandlungsrunde. Tagelange Streiks des Bahnpersonals, allen voran der Lokführer, konnten den Streit nicht schlichten. Hauptstreitpunkt ist die Forderung der GDL, nicht nur für Lokführer, sondern auch Zugbegleiter und Rangierführer eigene Verträge abzuschließen. Sollte die Bahn weiterhin die Forderungen der GDL ablehnen und die Verhandlungen in die Länge ziehen, droht die Gewerkschaft mit weiteren Streiks.

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