22. November 2013  09:52

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Any Given Day

"Unsere Fans sind grandios und sexy."

Fünf Musiker aus Gelsenkirchen gründeten Anfang 2012 die Metalcore-Band „Any Given Day“. Ein Jahr nach der Gründung hat eine „Schnapsidee“ aus einer „Bierlaune“ heraus den Jungs einen Erfolg beschert, den sie selbst nicht fassen konnten. An diesen wollen sie jetzt anknüpfen.

Von Isabelle Potthoff

Es sitzen nur zwei der fünf Bandmitglieder bei dem Treffen an dem kleinen runden Tisch. Mit ihren bunt tätowierten Armen und den Ringen durch ihre Nasen sind sie schon auffällig. Aber sie sind eben auch Künstler. Eigentlich wollten sie einfach nur mal ein Cover machen, angedacht war eher ein Klassiker wie „Last Resort“ von Papa Roach. Doch dann kam der Gitarrist Andy Posdziech mit einem fast vollständig überarbeiteten Track. Seine Wahl fiel auf Rihannas Hit „Diamonds“.

:: Alle waren sofort ĂĽberzeugt ::

Dabei hat er sich so gut angestellt, dass die anderen Bandmitglieder gleich einverstanden waren. Und das ist nicht immer so einfach in einer fünfköpfigen Band. „Wir streiten zwar nie richtig, eigentlich haben wir uns auch sehr lieb, aber wir diskutieren gut, gerne und viel. Es gibt schließlich viel abzustimmen“, erklärt Dennis ter Schmitten. Und wenn schon ein guter Coversong vorhanden ist, kann man auch ein Video dazu drehen. Es ist ihr erstes Video und gedreht wurde es im V-danceclub in Gelsenkirchen. „Als wir es dann bei YouTube online gestellt haben, war ich eigentlich der größte Skeptiker“, gibt Michael Golinski, der Bassist der Band, zu.

:: „Wenn wir dafür 10.000 Klicks bekommen, bin ich überglücklich.“ ::

Michael wurde schnell eines Besseren belehrt. „Die 10.000-Marke haben wir bereits am ersten Tag geknackt. Und dann sind die Zahlen so schnell in die Höhe geschossen, dass wir es kaum glauben konnten", berichten die beiden Musiker stolz. "In der ersten Woche haben sich 120.000 Menschen unser Video angesehen. Jetzt sind wir bei 1,7 Millionen Klicks und es werden täglich um die 5000 mehr."

„Diamonds“ hat die Band international bekannt gemacht. „Das haben wir auch schnell bei Facebook gemerkt. Von knapp 600 „Gefällt mir“-Angaben sind wir nun aufgestiegen auf rund 17.000. Plötzlich bekommen wir Anfragen, ob wir Konzerte geben wollen. Viele Veranstalter schreiben uns an. Und genau das ist der Punkt, an dem wir jetzt ansetzen und weiter machen müssen“, erklärt Dennis. Die Band bekommt auch Anfragen aus dem Ausland. Finanziell ist das jedoch nicht zu realisieren. Noch nicht. Denn man hat es hier mit Vollblutmusikern zu tun, die absolut hinter ihrer Sache und ihrer Band stehen. Drei der fünf Bandmitglieder haben sich den Bandnamen schon tätowieren lassen. „Es beschreibt einfach ein Lebensgefühl und die super Zeit, die wir zusammen haben.“ Und der Bandname lässt ja schließlich auch genug Raum für eigene Interpretationen.

:: Anfang 2014 drei Shows mit Caliban ::

Und die Jungs arbeiten weiter. Jetzt ist das erste Album fertig geworden, was nächstes Jahr digital überall und als CD über den eigenen Online-Shop zu kaufen sein wird. Der Track „Diamonds“ wird darauf nicht zu finden sein, denn die Band möchte ihre eigene Musik unter die Leute bringen, denn schließlich macht jeder von ihnen schon seit 15-20 Jahren Musik.

Den größten Auftritt hatte die Band dieses Jahr beim West Side Rockfest vor knapp 1000 Leuten und im Januar spielen sie drei Shows mit der Band „Caliban“ in München, Köln und Berlin. „Hier geht schon ein Traum in Erfüllung. Die Songs von „Caliban“ haben wir ständig gehört und jetzt spielen wir zusammen mit ihnen.“ Wenn sie sich wünschen könnten, mit wem sie einmal zusammen arbeiten dürften, sind Slipknot, Metallica, Killswitch Engage und Dave Grohl (Sänger der Foo Fighters) die ersten Namen, die sie aufzählen. Wer weiß, wo die fünf Musiker aus Gelsenkirchen noch landen werden.



Bisherige Kommentare

Sheva   25.12.2013, 19:42:17 Uhr

The genius store callde, they\'re running out of you.



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"Any Given Day", das sind Dennis Diehl, Andy Posdziech, Dennis ter Schmitten, Michael Golinski und Raphael Altmann.

Das Rihanna Cover der Jungs läuft in vielen Metal-Diskotheken rauf und runter. Hier geht's zum Video.

Foto: Any Given Day "Wir sind durchgeknallt, spontan und selbstironisch."

Foto: Any Given Day "Wir machen Musik, die auf die Schnauze haut."

Foto: Any Given Day "Unsere Fans sind grandios und sexy."

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