31. Mai 2013  00:00

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"Schlag den Raab"-Kandidat aus GE

Ein einmaliges Erlebnis

Für ihn ging es um 1,5 Millionen Euro. 2,86 Millionen Zuschauer fieberten mit. André Bergermann war Kandidat bei „Schlag den Raab“. Er scheiterte knapp – beim „Schnipsen“. Was er heute darüber denkt, hat er Buerpott im Interview verraten.

Von Tanja Karrasch

Moderator Steven Gätjen taufte das Duell „Der Hulk gegen den Hobbit“, Raab sähe neben ihm aus „wie ein kleines Schulmädchen.“ Und auch Kommentator Frank Buschmann litt nicht an Ideenmangel für Spitznamen. Mal hieß der 1,93 Meter große Kandidat „Büffel“, dann „Meister Proper“ oder auch „Kante“.

Dieser "Hulk" heißt eigentlich André Bergermann, ein "Schlag-den-Raab"-Fan der ersten Stunde. Er hat kaum eine Sendung verpasst. Das Konzept der Show gefiel ihm von Anfang an gut: „Das war so eine Fernsehsendung, die im Prinzip auf mich zugeschnitten war“, erzählt er. „Breit gefächerte Wissensspiele, viel Sport, viel Geschicklichkeit – alles Dinge, die mir liegen.“

: : Alle guten Dinge... : :

Für seinen Traum, selbst einmal Kandidat zu sein, brauchte André drei Anläufe. Das erste Mal bewarb er sich schon vor fünf Jahren. Er wurde zum Casting eingeladen, flog aber in der letzten Runde raus. „Danach hab ich mir auch erst mal keine Gedanken mehr drüber gemacht“ sagt er.

2011 versuchte er es wieder, wurde aber am Tag des Castings krank.

Beim dritten Mal lief alles ganz entspannt: „Ich lag Ende Dezember im Bett und dachte mir, ich könnte mich eigentlich mal wieder bewerben.“ Vom Handy aus schickte er seine Bewerbung ab und wurde wieder zum Casting eingeladen: „Ich war gar nicht so perfekt vorbereitet, wie beim ersten Mal. Ich war einfach total relaxed und es lief super“, so André.

: : Eine aufregende Zeit : :

Zwei Tage vor der vorletzten Sendung bekam der 37-jährige dann den entscheidenden Anruf: Er wurde als Kandidat ausgewählt! „Die zwei Wochen seit dem Anruf bis zur Sendung waren einfach phänomenal“, erinnert er sich und grinst: „Ich war komplett aufgedreht und hab mich richtig drauf gefreut.“

Am Tag vor der Live-Sendung reiste der selbstständige Stahlbauschlosser mit seiner Freundin nach Köln und traf dort auf bekannte Gesichter: „Ich kannte die vier anderen Kandidaten alle schon vom Casting. Alle waren total sympathisch und wir haben uns am Abend vorher im Hotel richtig gut verstanden.“ Das Thema, wer der Favorit sei, war allerdings tabu.

Die meiste Hoffnung hatten die Zuschauer aber in ihn, und schickten den Handball-Spieler ins Battle gegen Raab. An das erste Treffen mit dem 46-jährigen erinnert er sich genau: „Der Moment, als ich Stefan das erste Mal gesehen hab, war krass. Wenn der plötzlich vor dir steht im Backstage-Bereich, das ist so richtig unwirklich.“

: : Das erste Mal im Live-TV : :

Lampenfieber war für André kein Problem. „Meine Freundin, mein Bruder und mein Trainer, die waren alle viel aufgeregter als ich.“ erklärt er.

Nur kurz packte es auch ihn: „Ich war total nervös, bevor ich das erste Mal auf die Treppe musste. Sobald ich dann draußen war, habe ich die Nervosität komplett abgelegt“, erzählt der Gelsenkirchener. „ Ab Spiel drei oder vier hätte das Spiel auch bei mir zuhause im Wohnzimmer stattfinden können, da habe ich die Kameras überhaupt nicht mehr gesehen.“

: : Ein harter Gegner fĂĽr Raab : :

Der sympathische „Meister Proper“ schlug sich gut, kämpfte um den Sieg. Er gewann die Spiele Autoball, Frisbee, Piratenbillard und Bogenschießen. Auch beim Wasserball hatte Raab nicht den Hauch einer Chance: „Ich wusste, dass ich das Spiel gewinnen würde. Aber das musste ich auch, sonst hätte ich mich beim Handball gar nicht mehr blicken lassen können“, sagt er und lacht.

Beim Farben merken, Blind einparken, „Wo ist was?“ und „Blamieren oder Kassieren“ hatte Raab die Nase vorn: „Ich wusste, dass es total schwer sein würde, Raab bei Wissensspielen zu schlagen. Da ist er einfach super clever und drückt auch unglaublich schnell.“ erzählt er. „Bei vielen Sachen hätte man zuhause, wenn es um nichts geht, einfach auf den Buzzer gedrückt. Weil eigentlich wusste ich die Antwort, aber im Fernsehen traut man sich dann irgendwie nicht.“ Trotzdem war der Gelsenkirchener zuversichtlich: "Es gab schon einige Momente, in denen ich dachte, dass ich gewinnen könnte."

: : Auf einer Wellenlänge : :

Mit Stefan Raab verstand er sich blendend: „Mir gegenüber war Stefan total sympathisch. Wir haben uns auch in den Werbepausen im Backstage-Bereich wie Kumpels unterhalten, als würden wir uns schon 20 Jahre kennen.“

Auch von Steven Gätjen war er positiv überrascht: "Er war sehr locker und nett. Ich hätte nicht gedacht, dass sogar er noch aufgeregt vor einer Sendung ist."

: : Verschnipst : :

Das Kopf-an-Kopf-Rennen ging bis ein Uhr nachts. Erst im 14. Spiel entschied Raab das Duell für sich. Beim Chips von Tisch zu Tisch Schnipsen legte André zwar gut vor, schaffte es auf Tisch 4 von 14. Er spielte auf Risiko und sicherte seinen Fortschritt nicht ab. Ein verhängnisvoller Fehler, weiß er heute. Danach sollte es einfach nicht mehr klappen.

Schlaue Tipps bekommt André im Nachhinein zu genüge: „>>Hätteste mal an Tisch vier gesichert<< ist das erste, was Leute zu mir sagen, wenn sie mich sehen. Die ersten zehn Mal war es noch witzig aber nach dem 500. Mal kann man nicht mehr drüber lachen.“

: : "Ich ärgere mich total." : :

Ganz verdaut hat er die Niederlage noch nicht: „Ich ärgere mich immer noch total“, verrät er. „Ich erwische mich andauernd dabei, dass ich total oft daran denke und mir sage >>Mensch, hätte ich mal das oder das anders gemacht<<.“

Bisher hat er sich die Sendung nicht noch mal angeguckt: „Vielleicht geht das in ein paar Wochen, aber im Moment würde ich mich wahrscheinlich zu sehr ärgern“.

: : Das beste Wochenende seines Lebens : :

Trotzdem ist er froh, dass er die Chance hatte, gegen Raab anzutreten: „Mal abgesehen davon, dass ich verloren habe, war es das beste Wochenende meines Lebens“, erzählt er mit leuchtenden Augen. „Das ist halt was, was nicht jeder erlebt. Die meisten erleben so etwas gar nicht im Leben und wenn, dann nur ein Mal.“

Hinter die Kulisse der größten Samstagabend-Show blicken zu dürfen und selbst dabei zu sein, war für André ein großes Highlight: „Ich werde jetzt Schlag den Raab mit anderen Augen zu sehen. Man weiß dann genau wo die Kandidaten hingehen, was in den Werbepausen passiert und kennt ja jetzt auch alle persönlich.“

: : Das Geld war zweitrangig : :

Den 1,5 Millionen Euro trauert der Spieler von Teutonia nur am Rande nach. „Ich hasse es einfach, zu verlieren“ sagt der Spieler vom SV Teutonia Riemke und grinst dabei. Auch während der Spiele habe er nur an den Sieg gedacht, nicht an die Millionen. Er wolle, falls er Raab schlagen würde, mit seiner Freundin in die Karibik fliegen, hatte er im Einspieler vor der Sendung erklärt. Doch auch für sie war das Geld nicht entscheidend: „ Sie hat sich tierisch für mich gefreut, dass ich da überhaupt gespielt habe und mich gut geschlagen habe.“

: : Trost von Raab : :

Von Raab, der seinem sympathischen Gegner den Sieg gegönnt hätte, gab es auf der Aftershow-Party eine Umarmung und einen tröstenden Spruch: „Man geht nie ärmer, als man gekommen ist“.

André Bergermann hat eine einmalige Erfahrung gewonnen, von der er noch sein Leben lang erzählen wird. Ein Bild mit Stefan Raab im „Schlag-den-Raab“-Studio hat er sich in Postergröße ausgedruckt. Bald wird es eingerahmt in seinem Wohnzimmer hängen.



Bisherige Kommentare

FlakIta   25.12.2013, 19:43:31 Uhr

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Handballer André Bergermann spielte viele Jahre erfolgreich für den VfL Gladbeck. 2012 wechselte er zum Bochumer Verbandsligisten SV Teutonia Riemke.

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